g 33. 34.]              Die Consonanten.                     19

gegenüber -um, -em der ändern Texte, aber einsilbige
Formen wie him, hem, thām, twām erhalten das -m.

Flexivisch -n fällt wie im Nordhumbr. außer nach u
(Ind. Prt. Pl.) und zwar: bei der schwachen Flexion der
Subst. und Adj.: thene, erma and thene, rīka. den Armen etc.
stēra sidera (ae. steorran im Pl.); — beim Inf., Optat,: makia
machen, makie, makade, gereie begehren (Opt. Prs.), fōre
fuhren (Opt. Prt.); — in dem Ableitungssuffix -an der
Adv.: inna, binna, ūta, būta, ova, bova, (to)fara, efta, binetha,
āsta, westa, thana, hwana (ae. innan, būtan...); — ebenso
in den satztieftonigen Formen: ma man, tha als, oder, a
an, in (n erhalten in den Verbindungen anda, andene, fonda,
fondere, inda, indere; weniger durch deren Einfluß als vielmehr
durch den der hochtonigen postpositiven Formen
bleibt on, fon, in).

Auslaut -n des Pl. Prt. Ind. schwindet vor wi wir:
muguwi mögen wir (vgl. ae. binde wē etc. binden wir).

Assimilierung: elleva (ae. endleofan), umberāvad neben
un- unberaubt, umbewllen un besudelt, umbethingades, stemma
(as. stimna) Stimme, famme (ae. fǣmne) neb. famne Frau,
Metathesis in bernde Bürde (ae. byrðen).

II. Geräuschlaute.

§ 34. Die Labiale.

p und b, einfach und verdoppelt wie im Ae., vgl. pet
Pfütze (ae. pyt), eppe offen (ae. yppe), binda binden (ae.
bindan), libba leben (ae. libban), sibbe verwandt (ae. sibb).
Dagegen werden im Gegensatz zum Ae. die stimmlose
und stimmhafte Spirans, ähnlich wie im Me., durch die
Schrift unterschieden, vgl. fēla fühlen, fā fangen, ieft Gabe,
sterfth stirbt, wīf Weib, thiāf Dieb, stifne Stimme, ōfnade
übte (neben ōuonade), andrerseits: warve, -ue (zu warf)
Gerichtsversammlung, behalva ausgenommen, selvis (zu self),
sterva sterben, sturuon Prt., rēdgeuan, wīue.

Dies v, u fällt oft unter Ersatzdehnung vor und nach
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