Vorwort.
der Beschrnktheit und Eigenart der fries. Literatur mglich
ist, eine solche schon auf verhltnismig kleinem
Raume zu geben.
Ein fries. Lesebuch existiert in Deutschland noch
nicht, und die in Holland erschienene Bloemlezing Hettemas,
die weder Grammatik noch Glossar enthlt, ist wohl
fr andere Zwecke bestimmt, hat auch nicht immer die
ntige Zuverlssigkeit der Texte, wenn ich nach den
Rstr. Denkmlern, die ich nachgeprft habe, urteilen darf.
Fr die Rstr. und Brokmer Texte standen mir die Hss.
zur Verfgung. Es wurde dadurch mglich, den Gebrauch
derselben, auch in Bezug auf die Zusammenschreibung
oder Trennung der einfachen oder zusammengesetzten
Wrter, welche v. Richthofen gewhnlich zusammengezogen
hat, genau wiederzugeben - um mich v. Richthofens System,
das aus praktischen Grnden vieles fr sich hat, zu
nhern, habe ich dann Zusammengehrigkeit durch Bindestriche
angedeutet. Die ltere Oldenburger Hs. des, Brokmerbriefes
war zu v. Richthofens Zeit verloren und konnte
von ihm nur in den Varianten nach einer Abschrift benutzt
werden; diese noch ungedruckte Hs. habe ich meinem
Texte zu Grunde gelegt und die in den Fries. Rechtsquellen
abgedruckte Hannoversche Hs. in die Varianten
verwiesen. Diebrigen Sprachproben sind nach v. Richthofen
gegeben, dessen Sorgfalt und Genauigkeit anerkannt
ist.
Um dem Buche die Einheitlichkeit zu bewahren und
es nicht mit spteren Formen und Lehnwrtern zu berladen,
beschrnken sich Grammatik und Wrterbuch streng
auf das Ostfries.; das Westfries. wird nur hie und da
zum Vergleiche herangezogen. Einige literarhistorisch
interessante Proben des letzteren Dialekts habe ich in
einem Anhange gegeben und das zum Verstndnis Ntige
dann in besonderen Anmerkungen erledigt.