Vorwort.
So wendet sich denn dies Bchlein in erster Linie
an den jungen Anglisten und lehnt sich an die ihm vertrauten
Hlfsmittel zum Studium des Angelschsischen
(Altenglischen), an Sievers' allbekannte Grammatik und
Henry Sweets zuverlssiges Wrterbuch.1
Aus wissenschaftlichen wie aus praktischen Grnden
ist bei den sprachlichen Erscheinungen berall vom Altenglischen
ausgegangen, sind den Wrtern des Glossars,
wo es mglich war, die ae. Formen zur Seite gestellte.
Sie knnen als Ersatz fr die fehlende Vorstufe und zur
Aufhellung des mutmalichen Entwicklungsganges der
fries. Formen dienen, denn ber die Wende des 13. Jahrhunderts
reichen fries. Denkmler kaum hinaus. In
Grammatik und Glossar habe ich mich bemht, das
reiche Material zu verwerten, das uns zumal Bremer, van
Helten und Siebs erschlossen haben, das aber z. T, unter
einer erdrckenden Flle von Einzelheiten begraben liegt
und fr den Anfnger schwer zu benutzen ist.
Zuverlssige altfries. Texte mit einem Wrterbuch
liegen nur in dein vor mehr als 60 Jahren erschienenen
monumentalen Werke eines Juristen, des Freiherrn
Dr. Karl von Richthofen, vor; aber die Fries. Rechtsquellen,
die noch heute die Grundlage aller Forschung auf
dein Gebiete des Fries, bilden, sind fr den Privatgebrauch
viel zu umfangreich und kostspielig, auch wohl
im Buchhandel bald vergriffen; das Wrterbuch, so schtzenswert
es als Materialsammlung noch immer dasteht, ist
philologisch vllig veraltet und ohne Bezeichnung der
Quantitt.
So darf ich hoffen, dass eine Auswahl der besten
fries. Texte nicht unwillkommen sein wird, zumal es bei
1 Blbrings vortreffliches Elementarbch konnte leider nur
in letzter Stunde noch benutzt werden.
